Konzertchronik

Juni 2019

IV. Freiburger Chornacht

Max Reger (1873-1916) Nachtlied Op. 138,3
Johannes Brahms (1833-1897) Aus: Fünf Gesänge Op. 104:
- Nachtwache I
- Nachtwache II
- Letztes Glück
- Verlorene Jugend
Max Reger (1873-1916) Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit Op. 138,1

Konzertkritik: „Es kann gar nicht genug gesungen werden“ aus der Badischen Zeitung vom 01. Juli 2019
Fotostrecke aus der Badischen Zeitung vom 01. Juli 2019

Mai 2019

Missae

Programmblatt

In seinem Frühjahrsprogramm widmete sich das John Sheppard Ensemble zwei großen Messvertonungen für Doppelchor a cappella, die im Abstand von knapp 50 Jahren entstanden und sich auf sehr unterschiedliche Weise mit den historischen Vorbildern der klassischen Vokalpolyphonie und der venezianischen Mehrchörigkeit auseinandersetzen.

Josef Gabriel Rheinbergers „Cantus Missae“ entstand 1878 als Antwort und musikalische Gegenrede wider die Reformbewegung des Cäcilianismus und zeigt den Komponisten auf der Höhe seines Schaffens.

Ralph Vaughan Williams komponierte seine Messe g-moll für Doppelchor 1921 im Zuge seiner Auseinandersetzung mit den Meistern der englischen Vokalpolyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts und versuchte sich dem „typisch Englischen“ dieser Musik auf seine ganz persönliche Weise zu nähern.

April 2019

Musique à Saint-Sulpice

Das John Sheppard Ensemble reiste gemeinsam mit Canta Nova Saar zur CD-Aufnahme nach Paris, um die CD "Musique à Staint-Sulpice" gemeinsam mit Daniel Roth an der aus der Cavaillé-Coll-Manufaktur stammenden Orgel und Ronan Chouinard an der Chororgel einzuspielen.

CD-Cover

Rezensionen zur CD-Produktion:
"Der Geist von Saint-Sulpice" aus der Südwest Presse Ulm vom 26.02.2020
"Wunderbares Klangerlebnis" CD-Tipp 7/2020 aus PAULINUS, Wochenzeitung im Bistum Trier
"Hier atmet der ganze Kirchenraum mit" aus der Saarbrücker Zeitung vom 21. November 2019 von Stefan Uhrmacher
"CD: KLASSIK: Pariser (Raritäten-)Leben" aus der Badischen Zeitung vom 16. Oktober 2019 von Johannes Adam

Interview mit Stefan Uhrmacher über unsere CD-Produktion:
"Notre-Dame, St. Sulpice und das Mofa-Knattern" aus der Saarbrücker Zeitung vom 20. Mai 2019

Januar 2019

Salzburger Weihnacht

Stille Nacht, heilige Nacht – das wohl berühmteste Weihnachtslied aller Zeiten war Ausgangspunkt für unser Weihnachtsprojekt. Die Melodie entstammt der Feder Franz Xaver Grubers und wurde 1818 in der Nähe Salzburgs uraufgeführt.
Die reiche und vielfältige Musiktradition Salzburgs zu dieser Zeit war Inhalt des Konzertes.

Hauptwerk des Abends bildete die Vesperae solennes de confessore von W. A. Mozart, eine Zusammenstellung mehrerer Psalmen für einen Abendgottesdienst. Mit Werken von Michael Haydn, Leopold Mozart, J. E. Eberlin und A. C. Adlgasser kamen Komponisten zu Gehör, die heute weniger bekannt sind, aber zu Lebzeiten wichtige Protagonisten der komponierenden Szene Salzburg waren.

Auch bei diesem Weihnachtskonzert unterstützte ein Mitsingchor das John Sheppard Ensemble bei einzelnen Stücken im Programm. Zum stimmungsvollen Abschluss des Konzerts sangen auch die Besucher Stille Nacht, heilige Nacht von F. X. Gruber gemeinsam.

Johann Ernst Eberlin (1702 – 1762) Offertorium für Weihnachten Vagit infans
Anton Cajetan Adlgasser (1729 – 1777) Weihnachtsoffertorium
Johann Michael Haydn (1737 – 1806) Weihnachtskantate Duetto Pastorum
Leopold Mozart (1719 – 1787) Offertorium Beata es, Virgo Maria
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Vesperae solennes de Confessore KV 339
Franz Xaver Gruber (1787 – 1863) Stille Nacht! Heil'ge Nacht!

Konzertkritik aus der Badischen Zeitung: „Salzburger Kontraste“ vom 07. Januar 2019

Programmblatt
Oktober 2018

Leben | Herbst | Lied

Unser Herbstprojekt wurde eröffnet durch den Chorsatz Der Mensch lebt und bestehet nur eine kurze Zeit von Max Reger, dem letzten großen Komponisten der deutschen Romantik. Auch in J. Brahms' Fünf Gesänge, Zyklus op. 104 hat ein melancholisch-ernster Tonfall Einzug gehalten, der den Inhalt der Texte klanglich aufgreift. Clytus Gottwald (*1925) transkribierte G. Mahlers Ich bin der Welt abhanden gekommen 1983 für 16-stimmigen Chor und schuf ein sensibles Gewebe aus geerdeter Begleitung und schwerelos durch alle Stimmen geführter Melodik.

Hauptwerk waren die Six Songs of Farewell von Ch. H. H. Parry (1848-1918). Parry, von einigen zeitgenössischen Kritikern als "Führer der Renaissance der englischen Musik" bezeichnet, komponierte die Stücke in seinen letzten Lebensjahren, sie vermitteln ein faszinierendes Klangbild englischer Spätromantik.

Max Reger (1873-1916) Der Mensch lebt und bestehet nur eine kurze Zeit
Johannes Brahms (1833-1897) Fünf Gesänge, Zyklus op. 104
Gustav Mahler (1860-1911) Ich bin der Welt abhanden gekommen
C. Hubert H. Parry (1848-1918) Six Songs of Farewell

Konzertkritik: "Vom Wert der Achtsamkeit" aus der Badischen Zeitung vom 15. Oktober 2018

Programmblatt
April 2018

Soir sur la plaine

Werke für Chor a cappella und Klavier von Gabriel Fauré, Claude Debussy, Maurice Ravel und Lili Boulanger

Lili Boulanger (1893-1918) La Source
  Hymne au soleil
  Sous bois
  Soir sur la pleine
  Klavier solo
Nadia Boulanger (1887-1979) Klavier solo
Maurice Ravel (1875-1937) Trois Chansons
Claude Debussy (1862-1918) Trois Chansons
Gabriel Fauré (1845-1921) Madrigal
  Les Djinns
Camille Saint-Saëns (1835-1921) Des pas dans l'allée
  Calme des nuits

 

Januar 2018

Benefizkonzert für die Orgel der Christuskirche

Martin Luther (1483-1546) Verleih uns Frieden gnädiglich
Rudolf Mauersberger (1889-1971) Wie liegt die Stadt so wüst
Gunter-Martin Göttsche (*1953) Es geht ein dunkle Wolk
Maurice Ravel (1875-1937) Trois beaux oiseaux du Paradis
Heinrich Schütz (1585-1672) Verleih uns Frieden gnädiglich - Gib unsern Fürsten
Thomas Buchholz (*1961) Friede und gute Zeit

 

Pariser Weihnacht

Nach Stationen in Leipzig, Halle, London und Dresden ludt das John Sheppard Ensemble diesmal zu einer klanglichen Reise nach Paris mit Kompositionen von Marc-Antoine Charpentier ein.

Gemeinsam mit einem Mitsingprojektchor und Solisten aus den eigenen Reihen wurde das Publikum ins barocke Paris mitgenomen und fast vergessene weihnachtliche Chormusik zu zur Aufführung gebracht. Die beiden Hauptwerke, die Messe à quatre chœurs und das Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, wurden von französischen Weihnachtsliedern umrahmt.

Charpentier geriet im Gegensatz zu seinen französischen Zeitgenossen Lully und Lalande fast in Vergessenheit, doch dank vieler Bemühungen finden seine Werke heute wieder mehr Beachtung in der musikalischen Öffentlichkeit. Aus einer Beamtenfamilie stammend kam er über Umwege nach Italien zu Giacomo Carissimi, bei dem er Musik studierte. Hier entwickelte er vermutlich auch seine Vorliebe für die Mehrchörigkeit, welche altitalienischer Tradition entspricht. Durch diese Art der Komposition, welche am Hofe Ludwigs XIV. eher verpönt war, konnte Charpentier sein persönliches Credo "einzig Vielfältigkeit bringt uns der Perfektion näher" verwirklichen. Das Präludium seines Te Deums ist vielen als Eurovisionshymne bekannt.


Konzertkritik: „Modellierte Klanglichkeit“ aus der Badischen Zeitung vom 09. Januar 2018

Programmblatt
Oktober 2017

Pacem in terris

Krisen und Kriege – mit diesen Themen setzen sich Künstler seit hunderten von Jahren auseinander, ebenso mit der Hoffnung auf Frieden und Erlösung. Diesen auch heute aktuellen Themen widmete sich das JSE in diesem Programm.

Martin Luther (1483-1546) Verleih uns Frieden gnädiglich
Rudolf Mauersberger (1889-1971) Wie liegt die Stadt so wüst
Gunter-Martin Göttsche (*1953) Es geht ein dunkle Wolk
Maurice Ravel (1875-1937) Trois beaux oiseaux du Paradis
Charles Hubert Hastings Parry (1848-1918) There is an old belief
Heinrich Schütz (1585-1672) Verleih uns Frieden gnädiglich
Samuel Barber (1920-1981) Agnus Dei
James MacMillan (*1959) A Child's Praier
Arvo Pärt(*1935) Da Pacem
Jan Sandström (*1954) Across the bridge of hope
Huge Diestler (1908-1942) Verleih uns Frieden gnädiglich
Thomas Buchholz (*1961) Friede und gute Zeit
Charles Hubert Hastings Parry (1848-1918) My Soul, there is a country
Thomas Tomkins (1572-1656) O sing unto the Lord

Konzertkritik: "Persönliche Bekenntnisse" aus der Badischen Zeitung vom 11. Oktober 2017

Faltblatt
Juli 2017

2. Freiburger Chornacht

Martin Luther (1483-1546) „Verleih uns Frieden gnädiglich
Rudolf Mauersberger (1889-1971) Wie liegt die Stadt so wüst
Gunter-Martin Göttsche (*1953) Es geht ein dunkle Wolk
Maurice Ravel (1875-1937) Trois beaux oiseaux du Paradis
Charles Hubert Hastings Parry (1848-1918) My Soul, there is a country
Heinrich Schütz (1585-1672) Verleih uns Frieden gnädiglich


Konzertkritik: „19 Chöre umsonst und draußen mitten in Freiburg“
aus der Badischen Zeitung vom 15. Juli 2017