Konzertchronik

Januar 2020

Venezianische Weihnacht

Claudio Monteverdi (1567-1643)

Die Bekanntheit von Claudio Monteverdis „Marienvesper“ (1610) lässt mitunter zwei andere große Sammlungen geistlicher Musik dieses Meisters in Vergessenheit geraten: „Selva morale e spirituale“ (1641) sowie „Messa et Salmi“ (1651). Entsprechend der Anlage der „Marienvesper“ präsentiert das John Sheppard Ensemble in seinen diesjährigen Weihnachtskonzerten daher diesmal eine „Weihnachtsvesper“, die aus diesen beiden Sammlungen zusammen gestellt ist: groß angelegte doppelchörige Psalmenvertonungen wechseln sich ab mit solistischen „Concerti“, die Klangfarben von Solisten, Chor und Originalklang-Instrumentalensemble treten in einen bunten Wettstreit miteinander. Feiern Sie mit uns den Ausklang der Weihnachtszeit und den Start in unser Jubiläumsjahr „25 Jahre John Sheppard Ensemble“ mit der klanglichen Prachtentfaltung des venezianischen Barock.

Solisten:

  • Mirjam Striegel, Anja Bittner (Sopran)
  • Tobias Knaus (Altus)
  • Tiago Pinheiro de Oliveira, Fabian Strotmann (Tenor)
  • Karsten Müller (Bass)
Introitus Deus in adiutorium – Domine ad adiuvandum
Psalm 109 Dixit Dominus secondo (aus Messa e salmi)
Concerto I Jubilet (aus Selva morale e spirituale)
Psalm 110 Confitebor terzo alla francese (aus Selva...)
Concerto II Currite, currite, populi, currite
Psalm 111 Beatus vir primo (aus Selva...)
Concerto III Exultent caeli
Psalm 112 Laudate pueri primo (aus Selva...)
Concerto IV Cantate Domino
Psalm 113 Laudate Dominum secondo (aus Selva...)
Concerto V Exulta, Filia Sion
Hymnus Jesu, redemptor omnium (aus Selva...)
Magnificat Magnificat primo (aus Selva...)

Konzertrezension aus der Badischen Zeitung: „Sinnliches Gotteslob“ vom 08. Januar 2020

Programmblatt
Oktober 2019

to be sung on the water

Konzert mit Videosequenzen von Manuela Hartel, teilweise mit Vibraphon/Percussion gespielt von Philipp Becker

Alfred Schnittke (1934-1998) Stimmen der Natur
Samuel Barber (1910-1981) to be sung on the water
Johannes Brahms (1833-1897) Vineta
Ēriks Ešenvalds (*1977) Vineta
Wilhelm Berger (1861-1911) Die Capelle am Strande
Jaakko Mäntyjärvi (*1963) Canticum Calamitatis maritimae
Alfred Schnittke (1934-1998) Gospodi
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ* BWV 639
Alfred Schnittke (1934-1998) Otche nash
Samuel Barber (1910-1981) Agnus Dei
gregorianisch In Paradisum
Piotr Iljitsch Tschaikovsky (1840-1893) Cherubikon

Konzertrezension aus der Badischen Zeitung: „Vom Sehnen nach Frieden“ vom 22. Oktober 2019
Aus der Badischen Zeitung: „Konzert als Hingucker“ vom 23. Oktober 2019

September 2019

Mehrklang: 4. Klangparcours am Waldsee – Nacht und Tag –

Wenn sich der Klang eines Alphorns über den Waldsee erhebt und das Sheppard-Ensemble das einlöst, was Samuel Barber in seiner Komposition empfiehlt „To be sung on the water“, dann stimmt der diesjährige Klangparcours den Spätsommer ein. Dann vermischen und verschränken sich Natur und Kunst bereits zum 4. Mal auf das Schönste. Hier der See und das im 19. Jahrhundert angelegte Ausflugsziel und Parkareal, dort die Musik.

Samuel Barber (1920-1981) To be sung on the water
Alfred Schnittke (1934-1998)
mit Philipp Becker am Vibraphon
Stimmen der Natur
Alfred Schnittke (1934-1998) Gospodi (aus: drei geistliche Gesänge)

Konzertrezension aus der Badischen Zeitung: „Freiburger Klangparcours: Mit dem Alphorn auf dem Waldsee“ vom 06. September 2019

August 2019

Tournee durch Südengland

Wechselndes Programm aus folgenden Titeln:

Johannes Brahms (1833-1897) Fünf Gesänge Op. 104
J. G. Rheinberger (1839-1901) Cantus Missae
C. Hubert H. Parry (1848-1918) Songs of Farewell
R. Vaughan Williams (1872 - 1958) Mass in G minor
Max Reger (1873-1916) Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit Op. 138,1
J. L. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Magnificat
J. L. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Nunc Dimittis
Gruppenfoto des JSE mit dem Bürgermeister
Nach dem Konzert in Guildford mit Bürgermeister Richard Billington

Konzertrezension Hastings: „The John Sheppard Ensemble“ aus Lark Review vom 07. August 2019

Juli 2019

Konzert im Rahmen der Merdinger Kulturtage

J. G. Rheinberger (1839-1901) Cantus Missae
J. L. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Magnificat
C. Hubert H. Parry (1848-1918) Songs of Farewell

Konzertbericht: „Alle Musiker werden mit Beifall belohnt“ aus der Badischen Zeitung vom 11. Juli 2019

Juni 2019

IV. Freiburger Chornacht

Max Reger (1873-1916) Nachtlied Op. 138,3
Johannes Brahms (1833-1897) Aus: Fünf Gesänge Op. 104:
- Nachtwache I
- Nachtwache II
- Letztes Glück
- Verlorene Jugend
Max Reger (1873-1916) Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit Op. 138,1

Konzertkritik: „Es kann gar nicht genug gesungen werden“ aus der Badischen Zeitung vom 01. Juli 2019
Fotostrecke aus der Badischen Zeitung vom 01. Juli 2019

Mai 2019

Missae

Programmblatt

In seinem Frühjahrsprogramm widmete sich das John Sheppard Ensemble zwei großen Messvertonungen für Doppelchor a cappella, die im Abstand von knapp 50 Jahren entstanden und sich auf sehr unterschiedliche Weise mit den historischen Vorbildern der klassischen Vokalpolyphonie und der venezianischen Mehrchörigkeit auseinandersetzen.

Josef Gabriel Rheinbergers „Cantus Missae“ entstand 1878 als Antwort und musikalische Gegenrede wider die Reformbewegung des Cäcilianismus und zeigt den Komponisten auf der Höhe seines Schaffens.

Ralph Vaughan Williams komponierte seine Messe g-moll für Doppelchor 1921 im Zuge seiner Auseinandersetzung mit den Meistern der englischen Vokalpolyphonie des 15. und 16. Jahrhunderts und versuchte sich dem „typisch Englischen“ dieser Musik auf seine ganz persönliche Weise zu nähern.

April 2019

Musique à Saint-Sulpice

Das John Sheppard Ensemble reiste gemeinsam mit Canta Nova Saar zur CD-Aufnahme nach Paris, um die CD "Musique à Staint-Sulpice" gemeinsam mit Daniel Roth an der aus der Cavaillé-Coll-Manufaktur stammenden Orgel und Ronan Chouinard an der Chororgel einzuspielen.

CD-Cover

Rezensionen zur CD-Produktion:
"Der Geist von Saint-Sulpice" aus der Südwest Presse Ulm vom 26.02.2020
"Wunderbares Klangerlebnis" CD-Tipp 7/2020 aus PAULINUS, Wochenzeitung im Bistum Trier
"Hier atmet der ganze Kirchenraum mit" aus der Saarbrücker Zeitung vom 21. November 2019 von Stefan Uhrmacher
"CD: KLASSIK: Pariser (Raritäten-)Leben" aus der Badischen Zeitung vom 16. Oktober 2019 von Johannes Adam

Interview mit Stefan Uhrmacher über unsere CD-Produktion:
"Notre-Dame, St. Sulpice und das Mofa-Knattern" aus der Saarbrücker Zeitung vom 20. Mai 2019

Januar 2019

Salzburger Weihnacht

Stille Nacht, heilige Nacht – das wohl berühmteste Weihnachtslied aller Zeiten war Ausgangspunkt für unser Weihnachtsprojekt. Die Melodie entstammt der Feder Franz Xaver Grubers und wurde 1818 in der Nähe Salzburgs uraufgeführt.
Die reiche und vielfältige Musiktradition Salzburgs zu dieser Zeit war Inhalt des Konzertes.

Hauptwerk des Abends bildete die Vesperae solennes de confessore von W. A. Mozart, eine Zusammenstellung mehrerer Psalmen für einen Abendgottesdienst. Mit Werken von Michael Haydn, Leopold Mozart, J. E. Eberlin und A. C. Adlgasser kamen Komponisten zu Gehör, die heute weniger bekannt sind, aber zu Lebzeiten wichtige Protagonisten der komponierenden Szene Salzburg waren.

Auch bei diesem Weihnachtskonzert unterstützte ein Mitsingchor das John Sheppard Ensemble bei einzelnen Stücken im Programm. Zum stimmungsvollen Abschluss des Konzerts sangen auch die Besucher Stille Nacht, heilige Nacht von F. X. Gruber gemeinsam.

Johann Ernst Eberlin (1702 – 1762) Offertorium für Weihnachten Vagit infans
Anton Cajetan Adlgasser (1729 – 1777) Weihnachtsoffertorium
Johann Michael Haydn (1737 – 1806) Weihnachtskantate Duetto Pastorum
Leopold Mozart (1719 – 1787) Offertorium Beata es, Virgo Maria
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) Vesperae solennes de Confessore KV 339
Franz Xaver Gruber (1787 – 1863) Stille Nacht! Heil'ge Nacht!

Konzertkritik aus der Badischen Zeitung: „Salzburger Kontraste“ vom 07. Januar 2019

Programmblatt
Oktober 2018

Leben | Herbst | Lied

Unser Herbstprojekt wurde eröffnet durch den Chorsatz Der Mensch lebt und bestehet nur eine kurze Zeit von Max Reger, dem letzten großen Komponisten der deutschen Romantik. Auch in J. Brahms' Fünf Gesänge, Zyklus op. 104 hat ein melancholisch-ernster Tonfall Einzug gehalten, der den Inhalt der Texte klanglich aufgreift. Clytus Gottwald (*1925) transkribierte G. Mahlers Ich bin der Welt abhanden gekommen 1983 für 16-stimmigen Chor und schuf ein sensibles Gewebe aus geerdeter Begleitung und schwerelos durch alle Stimmen geführter Melodik.

Hauptwerk waren die Six Songs of Farewell von Ch. H. H. Parry (1848-1918). Parry, von einigen zeitgenössischen Kritikern als "Führer der Renaissance der englischen Musik" bezeichnet, komponierte die Stücke in seinen letzten Lebensjahren, sie vermitteln ein faszinierendes Klangbild englischer Spätromantik.

Max Reger (1873-1916) Der Mensch lebt und bestehet nur eine kurze Zeit
Johannes Brahms (1833-1897) Fünf Gesänge, Zyklus op. 104
Gustav Mahler (1860-1911) Ich bin der Welt abhanden gekommen
C. Hubert H. Parry (1848-1918) Six Songs of Farewell

Konzertkritik: "Vom Wert der Achtsamkeit" aus der Badischen Zeitung vom 15. Oktober 2018

Programmblatt