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Freitag, 6. Juni 2008, Theodor-Egel-Saal, Ebnet


Eröffnungskonzert des
Ebneter Kultursommers 2008

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John Sheppard Ensemble

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Francis Poulenc
Chansons

Frank Martin
3 Shakespeare-Gesänge

Ralph Vaughan Williams
Shakespeare-Songs

Benjamin Britten
Hymn of St. Cecilia

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Johannes Brahms
Zigeunerlieder

Edward Elgar
From the Bavarian Highlands (Auswahl)

Gabriel Fauré
Les Djinns

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Klavier: Albrecht Dammeyer
Leitung: Johannes Tolle

Pressestimme

Packender Einstieg

Ebneter Kultursommer startet mit dem John Sheppard Ensemble

Badische Zeitung vomMontag, 9. Juni 2008

 

Ein Sommer ganz im Zeichen der Kultur. Nun schon zum vierten Mal findet der Ebneter Kultursommer statt. Zum Eröffnungskonzert waren die Einwohner des Stadtteils zahlreich in den Theodor-Egel-Saal gekommen, und auch Vertreter der Polit-Prominenz ließen es sich nicht nehmen, dem John Sheppard Ensemble zu lauschen, das unter der souveränen Leitung von Johannes Tolle Chormusik zum Besten gab. Unterstützt wurde es von dem Schauspieler Michael Schmitter, der die gesungenen Texte in Übersetzung vorlas, ja vorlebte: empfindsam, brodelnd.

Trotz der gesamteuropäischen Ausrichtung des Programms lag der Schwerpunkt doch irgendwie auf England. Denn mit Ralph Vaughan Williams, Elgar und Britten stammten allein drei Komponisten von der Insel. Vielleicht kein Zufall, denn der schwer zu definierende, aber doch wahrnehmbare "englische" Tonfall steht dem Chor — einem Laienchor, man kann es kaum glauben! — ausgesprochen gut.

 

Den Anfang machte indes ein Franzose, Francis Poulenc. Seine drei Lieder hatten etwas Verschleiertes — gerade deswegen kein typischer, gleichwohl ein packender Einstieg.Die weit ausschwingenden Linien der herben "Shakespeare Songs" von Williams gestalteten die Sänger mühelos. Überhaupt agierte der Chor stets homogen, mit feinen Schattierungen in der Dynamik und einer beeindruckenden intonatorischen Sicherheit in allen Stimmen. Nicht nur in Brittens komplexer "Hymn to St. Cecilia" meisterten die Solisten ihre Aufgabe. Die zweite Hälfte des Konzerts war dann musikalisch zugänglicher, einfacher. Auch nicht mehr a cappella, denn nun begleitete Albrecht Dammeyer akkurat am Flügel. Brahms’ "Zigeunerlieder" zeigten, über welch breites Ausdrucksspektrum der Chor verfügt. Elgars "Lullaby" geriet wunderbar zart. Den fulminanten Schlusspunkt setzte Faurés Gruselstück "Les Djinns" . Der Sommer kann kommen!

Dennis Roth